Neue Wohngemeinschaft eröffnet

22.10.2026

 

 

Mit unserer neu eröffneten Wohngemeinschaft in der Oskar-Maria-Graf-Straße erweitern wir unser Wohn- und Unterstützungsangebot für Menschen mit psychischer Erkrankung. Das Besondere: Die neue Wohngemeinschaft richtet sich gezielt an älter werdende Menschen, die selbstbestimmt, aber ambulant begleitet leben möchten.

 

Die barrierearme, moderne Wohnung ist Teil des neu entstandenen Quartiers der BSG-Allgäu in der Breslauer Straße in Kempten-Sankt Mang. Wir wurden von Beginn an in die Gesamtplanung integriert, sodass die Wohnung nun vier Bewohnerinnen und Bewohnern jeweils ein eigenes Zimmer mit Bad sowie eine großzügige Wohnküche mit angrenzendem Balkon als Gemeinschaftsräume bietet.

 

Mit dem Projekt schließen wir eine wichtige Versorgungslücke. Denn bisher mussten ältere Menschen mit psychischer Erkrankung aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen häufig in stationäre Einrichtungen umziehen. Unsere neue Wohngemeinschaft schafft nun die Voraussetzung dafür, dass ambulante Teilhabe und selbstbestimmtes Wohnen möglichst lange erhalten bleiben.

 

„Wir freuen uns, unseren Klienten dieses Angebot künftig machen zu können. Der Bedarf war bisher nicht gedeckt“, erklärt unser Geschäftsführer Jan Drechsler. „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie ambulante Versorgung gut gelingen kann.“

 

Die Planungen für unsere barrierearme Wohngemeinschaft begannen bereits im Sommer 2023 in enger Zusammenarbeit mit der BSG-Allgäu. Ausschlaggebend für die Realisierung war die Unterstützung durch die Deutsche Fernsehlotterie Stiftung, die rund ein Drittel des Kaufpreises übernimmt. Darüber hinaus haben wir die Zusage einer zinslosen Finanzierung über das Revolvingfonds-Darlehen erhalten. „Nur dadurch ist es uns möglich, unseren Klienten den neu geschaffenen Wohnraum zu sozialen Mietkonditionen anzubieten“, verdeutlicht Jan Drechsler.

 

Die neue Wohngemeinschaft wurde im Rahmen der feierlichen Eröffnung des gesamten Quartiers mit Miet- und Eigentumswohnungen sowie einer Kita am 6. Oktober offiziell eingeweiht. Unsere Geschäftsführung war persönlich vor Ort, um die Räumlichkeiten der interessierten Öffentlichkeit zu zeigen und einen großen Dank zu formulieren: „Wir sind unseren Projektpartnern und Förderern sehr dankbar, dass wir mit ihrer Hilfe nun Teil dieses lebendigen neuen Lebensraums sind, der eine schöne Nachbarschaft und viele Teilhabemöglichkeiten verspricht.“

 


 

 


 

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Konstanze Könning-Egetmeyer und Dr. Karl-Albrecht Egetmeyer mit Europaminister Erich Beißwener I Foto: Monika Rohlmann

 


Verdienstkreuz am Bande für Konstanze Könning-Egetmeyer und Dr. Karl-Albrecht Egetmeyer 

19.08.2025

 

Schon einmal hat ein Haldenwanger Bürger eine ähnliche Ehrung erhalten. Jetzt kam die Auszeichnung des Bundesverdienstkreuzes am Bande sozusagen im „Doppelpack“: Konstanze Könning-Egetmeyer und Dr. Karl-Albrecht Egetmeyer wurden beide für ihr Lebenswerk, ihre besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland geehrt. Die Verleihung des Verdienstkreuzes nahm Europaminister Erich Beißwenger im kleinen Saal des gerade wieder eröffneten Kornhauses in Kempten vor. Mit dabei auch Haldenwangs Bürgermeister Josef Wölfle und Jan Drechsler, Geschäftsführer von HOI! Psychosoziale Hilfsgemeinschaft e.V.. U.a. hatte Drechsler die Ehrung angeregt.

 

Und so fand sich das Ehepaar Egetmeyer jetzt am 81. Geburtstag von Albrecht Egetmeyer mit sieben weiteren verdienten Mitbürgern aus Schwaben im Kornhaus ein, um eine der höchsten Anerkennungen der Bundesrepublik Deutschland zu empfangen. „Wir brauchen Menschen wie Sie“, meinte Staatsminister Erich Beißwenger. Seine Bitte an alle Geehrten: „Machen Sie weiter.“

 

Dr. Karl-Albrecht Egetmeyer leitete 20 Jahre lang das Bezirkskrankenhaus in Kempten. Zuvor hatte er in München mit die erste Tagklinik in der psychiatrischen Uni an der Nussbaumstrasse aufgebaut. In Kaufbeuren baute Egetmeyer die erste bayerische Ambulanz auf. Heute sind es deren 60, doch die Kaufbeurer ist immer noch eine der größten.

 

Besonders hervor hob Beißwenger auch die Zusammenarbeit von Konstanze und Albrecht Egetmeyer mit Professor Dörner in Gütersloh bei der Angehörigenarbeit. Diese ist inzwischen bundesweit organisiert. Das gemeinsame Buch der drei Koryphäen in punkto Sozial-Psychiatrie „ist inzwischen ein Standardwerk für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und deren Angehörigen“, so Beißwenger.

 

Der Verein HOI!  - Psychosoziale Hilfsgemeinschaft e.V. – ist eine weitere Gemeinsamkeit im Wirken des Ehepaars. Albrecht Egetmeyer war seinerzeit Gründungsmitglied des Vereins, Konstanze Könning-Egetmeyer ist bis heute im Vorstand von HOI! tätig, welcher sich um passgenaue Arbeitsplätze und um Wohnraum für psychisch erkrankte Menschen kümmert. Darüber hinaus engagierte sich die Psychologin in der Demenzhilfe, im Gemeindepsychiatrischen Verbund und beim Seniorenpolitischen Konzept der Stadt Kempten.

 

Psychiater Albrecht Egetmeyer arbeitete nach der Pensionierung im Werkhaus der Diakonie Allgäu mit und war bis vor zwei Jahren lange Vorsitzender der Anni-Gruber-Stiftung in München. Zweck der Stiftung ist es, psychisch erkrankte Menschen und vor allem auch deren Angehörige zu unterstützen.

Beißwenger: „Ihr Einsatz gegen die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Sie sind der Meinung: Sie gehören in die Mitte der Gesellschaft.“

 

Kempten/ Haldenwang (mor).

 


 

 


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